Montag, 9. Januar 2017

Hundebekleidung, sinnvoll, oder nicht?!

Da ich im Internet, gerade in Facebook Gruppen, immer wieder Menschen lese, die Hunde mit Jacken belächeln, möchte ich mich endlich mal diesem Thema annehmen.

Nun ich selbst besitze 5 Yorkshire Terrier und einen Malteser. Beide Hunderassen besitzen kein Fell, sondern Haare. Sie unterscheiden sich also schon mal von der grundlegenden Beschaffenheit. Diese Haarhunde besitzen keine Unterwolle, welche im Normfall den Hund wärmt. Schon dieser eine Punkt macht es nötig, dass Hunde dieser beiden Rassen gut beobachtet werden sollten, und sobald sie Anzeichen von Zittern haben (ich kenne die ungefähren Temperaturen meiner Hunde bereits, und ziehe ihnen nicht erst dann Jacken an) sollten diese Hunde eine den Temperaturen entsprechende Jacke angezogen bekommen. Manche mögen diese nicht gleich, nach mehrmaligem Üben mit Leckerchen wird sich das aber rasch geben. Meine Hunde wussten "juhuuu es geht raus" und haben sich so gefreut, dass sie sich alle gern anziehen lassen. Keiner der Hunde hat wirklich Probleme gemacht, sie freuen sich alle wenn ich die Jacken vor hole. Oft spielt auch die Passform eine Rolle, Knistern oder die Art des Stoffes könnte auch noch berücksichtigt werden. Wir haben leichtere Jacken, bzw. Pullis für den Herbst/Frühling, und dickere Jacken für den Winter, sowie leichte Regenmäntelchen. Beim Kaufen kann ich nur raten die Jacken anzuprobieren und lieber etwas mehr Geld auszugeben, um so lieber tragen die Hunde sie.

Aber es gibt auch Hunde die Unterwolle haben, deren Fell aber so kurz ist, oder sie sind so klein das sie sehr nah am Boden sind, so dass auch diese Hunde eine Jacke ab bestimmten Temperaturen brauchen.

Da in meiner kompletten Hundebesitzer-Zeit jetzt das erste Mal Temperaturen von -15/-20 Grad waren, musste ich feststellen, diese Temperaturen sind überhaupt nichts für die Kleinen!!! Wie gefährlich sie wirklich sind kann ich nicht beurteilen, aber da ich ein Gefühlsmensch bin, gehe ich immer danach was mein Bauch sagt, und wenn mein Hund weint und meckert und nicht laufen will, dann weiss ich, da stimmt etwas nicht. Und wenn er nach 150 Meter umdrehen möchte, obwohl er noch sehr jung ist, dann ist das für mich in Ordnung, und dann werde ich mich hüten einen Hund zu zwingen länger zu laufen! Ich sehe dabei auch kein Problem, und wenn es in dem Fall nur zwei Minuten waren, dann waren es nur zwei Minuten, denn mein Hund trug im Gegensatz zu mir keine dicken Stiefel, sein Bauch ist direkt am Schnee, trotz Jacke, und ich gehe immer davon aus, dass er mir zeigt wenn ihm etwas nicht gut tut. Dazu ist natürlich eine sehr enge und gute Bindung zu dem Tier notwendig.
Leider zeigen manche Tiere nicht selbst was ihnen nicht gut tut, und dann muss der Mensch trotzdem für das Tier entscheiden was gut ist. Bei diesen Temperaturen kommt für mich nicht mehr als 10 Minuten in Frage. Keine Stunde, und auch nicht 2 Stunden. Mir ist in dem Fall egal was andere Hundebesitzer für richtig halten, ich entscheide mich für Gesundheit, und ich habe bisher immer richtig entschieden. Auspowern kann man an solchen Tagen, die in unseren Breiten eher selten vorkommen, auch sehr gut mit Kopfarbeit zu Hause, und ab und an tut auch ein Chilltag gut. Die meisten Hunde nehmen das auch sehr gut an, selbst mein grosses Powerpaket hat es nicht gestört.

Wichtig finde ich es auch sich vor der Anschaffung eines Hundes über solche Sachen Bescheid zu wissen, um nicht an solchen Tagen unvorbereitet dazustehen, und der Hund friert sich den Hintern ab. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu richtigen Erfrierungen bei unseren geliebten Vierbeinern, und das will sicher keiner von uns. Was ich in diesem Zusammenhang noch empfehle ist eine Creme für die Füsschen als Schutz, sehr gut eignet sich Vaseline durch den hohen Fettanteil. Da vielerorts Salz im Winter gestreut wird sollten die Füsschen nach der Gassirunde am besten mit warmen Wasser abgewaschen und wieder getrocknet werden. (Vaseline schützt auch vor dem fiesen Salz.)

Mein Fazit: 
Natürlich ist Hundebekleidung sinnvoll, vor allem für kleine Hunde, und Hunde mit dünnem Fell, darunter zählen unter anderem auch Windhunde.

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