Donnerstag, 19. Januar 2017

Interesse am eigenen Hund.

Heute muss ich meine Gedanken mal ausschütten. Oft bekommt man im Internet mit, dass die Menschen sich vor dem Kauf eines Hundes keinerlei Gedanken machen. Die Menschen die sich welche machen sind in der Unterzahl, und das finde ich erschreckend. Sie machen sich keinen Kopf wie der Hund vom Charakter sein soll, ob sie ihn führen können, ob sie ihm gewachsen sind, und ob sie eventuell Lust haben in die Hundeschule mit ihrem Liebling zu gehen. Was alle aber wissen, er soll "hübsch" anzusehen sein, und das ist die oberste Priorität. Das jede Rasse sich ihren Eigenheiten nach benimmt bedenkt dabei kaum jemand, und dann kommt das grosse Erwachen, und ab etwa 6 Monate die einsetzende Pubertät setzt dem ganzen nochmal einen obendrauf. Plötzlich ist der kleine süsse Welpe nicht mehr klein und süss, sondern ein Flegel der Grenzen austestet, und all zu oft wird dann "ebay Kleinanzeigen" aufgesucht um den Rüppel wieder rauszuwerfen.

Wenn ich mir einen Hund hole, denke ich vorher genau nach, was will ich, was kann ich leisten! Für mich ist ein Hund ein Lebewesen mit Gefühlen, ein Familienmitglied, welches bis ans Ende seiner Tage bei mir verbringen soll, und mit mir durch dick und dünn gehen. Das heißt im Umkehrschluss natürlich auch, dass ich auch in der Pubertät den Weg mit dem Zwerg gehe, egal wie hart und schwer es ist, und egal wie viel Kraft diese Zeit kostet. Diese Zeit ist nicht unendlich lang, und trotzdem kann man immer wieder 8 Monate alte Hunde zum Verkauf finden, was kein Zufall ist. Ich habe das jetzt lange genug beobachtet, dass ich mir dessen so sicher wie sonst nichts bin, und deswegen bin ich mir auch sicher, dass es genau so läuft wie ich beschrieben habe.

Mein 1. Hund - Maxi ist genau so eine arme Seele, die dann ab der Pubertät zuviel wurde, und das obwohl er alles andere als schwierig war. Ich glaube die angegebenen Gründe nicht mehr, zumal ich zutiefst enttäuscht wurde nachdem er abbezahlt war. So geht es ständig immer und immer wieder Welpen, bzw. Junghunden im Flegelalter. Finden Menschen sowas echt fair? Ich nicht!!! Ich finde es absolut egoistisch!

Ich glaube sogar das Menschen die grössten Egoisten überhaupt sind! Es gibt nämlich auch noch solche, die mit ihrem Desinteresse ihrem Hund schaden. Ein Beispiel das mir heute in einer Yorki-Gruppe in FB begegnet ist, gekochte Knochen sind absolut tabu für den Hund!!! Die Hunde beissen drauf und dann splittern sie, und dabei ist schon so manches passiert. Wenn es 1000 Mal gut ging, geht es das beim 1001 Mal nicht mehr, und dann ist das Geheul gross. Und dann wird gejammert und geheult und alle sollen Verständnis haben. Beim Hinweis darauf wurden die Hinweisenden nur angemotzt, und man solle sich nicht so anstellen. Doch, ich stelle mich so an, ich stelle mich so an wie ich das für richtig halte, denn es geht nicht um den Menschen, sondern um ein schutzbedürftiges Wesen, dass von ihm abhängig ist, und nicht weiss, dass diese Knochen für ihn nicht gut sind. Knochen, egal von was dürfen nur roh gegeben werden!!! Wenn man sowas nicht weiss sollte man sich vielleicht lieber mal bedanken und nicht dagegen wettern. Sowas regt mich einfach auf. Was dem ganzen aber die Krone aufsetzt, genau diese Hundehalterin hat gerade eine schwangere Hündin, sie erwartet 5-7 Welpen, in meinen Augen ein heftiger Wurf für eine Hündin, aber das weiss man ja vorher nicht. Ich befürchte nur, wenn das Desinteresse schon beim Essen so gross ist, dass es bei den Welpen nicht anders sein wird, und man "nur unbedingt einmal Welpen wollte", weil irgendjemand gesagt hätte das wäre gut für die Hündin. Ja das behaupten allen ernstes immer noch Menschen. Ich bin mir unsicher aber ich glaube genau sowas gelesen zu haben. Es ist kurz nach meiner Amy soweit, nicht mehr lange, noch etwa 2 Wochen. Mir könnte all das egal sein, aber mir ist so etwas einfach nicht egal. Wenn da was schief geht? Sind alle Vorbereitungen getroffen? Wurde sich Wissen angelesen?

Nein ich bin nicht perfekt, und auch ich lerne jeden Tag dazu, aber ich mache es freiwillig. Ich lerne weil ich alles ganz genau über meine Tiere wissen möchte, ich möchte sie verstehen und nichts dem Zufall überlassen. Bin ich das meinen Tieren nicht eigentlich auch schuldig?


Nachdenklichst,
eure Tränenherz.

Montag, 9. Januar 2017

Hundebekleidung, sinnvoll, oder nicht?!

Da ich im Internet, gerade in Facebook Gruppen, immer wieder Menschen lese, die Hunde mit Jacken belächeln, möchte ich mich endlich mal diesem Thema annehmen.

Nun ich selbst besitze 5 Yorkshire Terrier und einen Malteser. Beide Hunderassen besitzen kein Fell, sondern Haare. Sie unterscheiden sich also schon mal von der grundlegenden Beschaffenheit. Diese Haarhunde besitzen keine Unterwolle, welche im Normfall den Hund wärmt. Schon dieser eine Punkt macht es nötig, dass Hunde dieser beiden Rassen gut beobachtet werden sollten, und sobald sie Anzeichen von Zittern haben (ich kenne die ungefähren Temperaturen meiner Hunde bereits, und ziehe ihnen nicht erst dann Jacken an) sollten diese Hunde eine den Temperaturen entsprechende Jacke angezogen bekommen. Manche mögen diese nicht gleich, nach mehrmaligem Üben mit Leckerchen wird sich das aber rasch geben. Meine Hunde wussten "juhuuu es geht raus" und haben sich so gefreut, dass sie sich alle gern anziehen lassen. Keiner der Hunde hat wirklich Probleme gemacht, sie freuen sich alle wenn ich die Jacken vor hole. Oft spielt auch die Passform eine Rolle, Knistern oder die Art des Stoffes könnte auch noch berücksichtigt werden. Wir haben leichtere Jacken, bzw. Pullis für den Herbst/Frühling, und dickere Jacken für den Winter, sowie leichte Regenmäntelchen. Beim Kaufen kann ich nur raten die Jacken anzuprobieren und lieber etwas mehr Geld auszugeben, um so lieber tragen die Hunde sie.

Aber es gibt auch Hunde die Unterwolle haben, deren Fell aber so kurz ist, oder sie sind so klein das sie sehr nah am Boden sind, so dass auch diese Hunde eine Jacke ab bestimmten Temperaturen brauchen.

Da in meiner kompletten Hundebesitzer-Zeit jetzt das erste Mal Temperaturen von -15/-20 Grad waren, musste ich feststellen, diese Temperaturen sind überhaupt nichts für die Kleinen!!! Wie gefährlich sie wirklich sind kann ich nicht beurteilen, aber da ich ein Gefühlsmensch bin, gehe ich immer danach was mein Bauch sagt, und wenn mein Hund weint und meckert und nicht laufen will, dann weiss ich, da stimmt etwas nicht. Und wenn er nach 150 Meter umdrehen möchte, obwohl er noch sehr jung ist, dann ist das für mich in Ordnung, und dann werde ich mich hüten einen Hund zu zwingen länger zu laufen! Ich sehe dabei auch kein Problem, und wenn es in dem Fall nur zwei Minuten waren, dann waren es nur zwei Minuten, denn mein Hund trug im Gegensatz zu mir keine dicken Stiefel, sein Bauch ist direkt am Schnee, trotz Jacke, und ich gehe immer davon aus, dass er mir zeigt wenn ihm etwas nicht gut tut. Dazu ist natürlich eine sehr enge und gute Bindung zu dem Tier notwendig.
Leider zeigen manche Tiere nicht selbst was ihnen nicht gut tut, und dann muss der Mensch trotzdem für das Tier entscheiden was gut ist. Bei diesen Temperaturen kommt für mich nicht mehr als 10 Minuten in Frage. Keine Stunde, und auch nicht 2 Stunden. Mir ist in dem Fall egal was andere Hundebesitzer für richtig halten, ich entscheide mich für Gesundheit, und ich habe bisher immer richtig entschieden. Auspowern kann man an solchen Tagen, die in unseren Breiten eher selten vorkommen, auch sehr gut mit Kopfarbeit zu Hause, und ab und an tut auch ein Chilltag gut. Die meisten Hunde nehmen das auch sehr gut an, selbst mein grosses Powerpaket hat es nicht gestört.

Wichtig finde ich es auch sich vor der Anschaffung eines Hundes über solche Sachen Bescheid zu wissen, um nicht an solchen Tagen unvorbereitet dazustehen, und der Hund friert sich den Hintern ab. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu richtigen Erfrierungen bei unseren geliebten Vierbeinern, und das will sicher keiner von uns. Was ich in diesem Zusammenhang noch empfehle ist eine Creme für die Füsschen als Schutz, sehr gut eignet sich Vaseline durch den hohen Fettanteil. Da vielerorts Salz im Winter gestreut wird sollten die Füsschen nach der Gassirunde am besten mit warmen Wasser abgewaschen und wieder getrocknet werden. (Vaseline schützt auch vor dem fiesen Salz.)

Mein Fazit: 
Natürlich ist Hundebekleidung sinnvoll, vor allem für kleine Hunde, und Hunde mit dünnem Fell, darunter zählen unter anderem auch Windhunde.